Farblexikon

Die Geschichte des Färbens

Färben ist eine uralte Kunst

Wir lieben es, unsere Umgebung mit Farben zu schmücken – heute wie vor Tausenden von Jahren. Schon früh kannten die Menschen Wege, Textilien einzufärben: In ägyptischen Gräbern fand man etwa 5.000 Jahre alte, mit Indigo (Dunkelblau) und Krapp (Rot) gefärbte Stoffstücke. Funde aus Mitteleuropa belegen, dass hier bereits 3.400 – 2.800 vor Christus Geburt mit heimischen Pflanzen wie Färberwaid (Blau) oder Blutwurz (Rot) gearbeitet wurde.

uralte_kunst

Geheime Rezepturen

Unsere Vorfahren gewannen Farbstoffe aus Wurzeln, Blüten, Hölzern, Cochenille-Läusen, Purpurschnecken und Mineralien. Die Herstellung dieser Farbstoffe und das eigentliche Färben waren meist mühevoll. Die frühen Färber standen vor dem Problem, einen Farbstoff dauerhaft an die Faser zu binden, ohne dass er durch Wasser- oder Lichteinfluss ausgebleicht wurde. Dazu mussten sie das Garn oder den Stoff in der Regel beizen. Viele Färber spezialisierten sich daher auf einzelne Farben und hielten ihre Rezepte geheim.

geheime_rezepturen

Purpurschnecke (Haustellum brandaris)

Farbe als Zeichen von Macht und Reichtum

Die kostspielige Prozedur des Farbstoffherstellens und Färbens führte dazu, dass Farben zu einem Zeichen der Macht wurden: Purpur, der teuerste Farbstoff aller Zeiten, durfte lange nur von Kaisern, Königen oder Kardinälen getragen werden. Mit einem Zufall begann die völlige Umwälzung der Färbemethoden: Auf der Suche nach einem Malariamittel entdeckte William Perkin 1856 „Mauve“ (Anilinpurpur). Seine Experimente mit Teer-Bestandteilen führten zur Entdeckung des ersten von vielen synthetischen Farbstoffen.

Die bunte Revolution

Die „Demokratisierung“ der Farben begann mit der industriellen Revolution Ende des 19. Jahrhunderts. Seit dieser Zeit entwickeln Wissenschaftler die chemischen Textilfarbstoffe laufend weiter. Heute wird überall auf der Welt fast ausschließlich mit den günstigen, industriell gefertigten Mitteln gefärbt. Die Farbskala moderner Textilfarben ist nahezu unbegrenzt, ihre Farbechtheit ausgezeichnet und die Zeiten des mühevollen Färbens mit Geheimrezepten längst vorbei. Günstig Färben kann heute jeder. Probieren Sie es doch einfach mal selbst aus. simplicol hilft Ihnen gern.

Wie Farben wirken

„Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Bunte Energie

Farben sind Energiestrahlen, die vom menschlichen Körper wahrgenommen werden. Die Farbschwingungen, die auf den menschlichen Körper treffen, lösen über unsere Sinnesorgane im Gehirn unterschiedliche Empfindungen und Reaktionen aus. Abhängig von unseren Erfahrungen werden diese Empfindungen verstärkt oder verändert. Farben haben somit einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unser Lebensgefühl.

Farbkreis_nach_Goethe

Farbkreis nach Goethe

Starke Symbolkraft

Ausschlaggebend für die Wirkung der Farben sind die Lichtschwingungen, unsere Erfahrungen, Assoziationen und die im heimischen Kulturkreis gelernte Symbolik.

Gelb ist die Farbe der Sonne, des Lichtes: Sie strahlt Heiterkeit und Optimismus aus, dient aber auch als Warnfarbe bei giftigen, explosiven, radioaktiven Stoffen und bei der Ampel. Gelb wirkt geistig anregend.

Rot ist die Farbe des Blutes, des Feuers und des Krieges – gleichzeitig steht die Farbe für Liebe und Leidenschaft. Rot wirkt stimulierend auf unsere Stimmung.

Blau ist das Meer, der Himmel, die Unendlichkeit. Es ist die Farbe der Götter und steht als Symbol für Reinheit und Schönheit. Blau wirkt beruhigend auf uns.

Grün ist die Natur, der Frühling, die Hoffnung und Zufriedenheit. Grün steht symbolisch für Fruchtbarkeit und Wachstum – manchmal auch für Unreife. Eine grüne Umgebung wirkt beruhigend, regenerierend und fördert die Konzentration.

Licht und Farbe

„Wenn das Abendrot niedergesunken, keine freudige Farbe mehr spricht.“ Clemens Brentano (1778 – 1842), deutscher Schriftsteller

Auf den Wellen des Lichts

Es war Isaac Newton, der durch Experimente mit Prismen zu grundlegenden Erkenntnissen der Farbentstehung gelangte: Weißes Licht kann in Farben zerlegt werden. Das in der Umwelt vorkommende Licht ist eine Mischung unterschiedlicher Wellenlängen. Der Mensch kann Licht der Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometer als Farben wahrnehmen. In der Netzhaut des menschlichen Auges befinden sich farbempfindliche Sehzellen (Zapfen). Sie können kurzwelliges, mittelwelliges und langwelliges Licht unterscheiden und leiten diese Informationen an das Gehirn weiter. Hier entsteht dann die eigentliche Farbempfindung.

Die Wellenlänge entscheidet über die Farbe

Kurzwelliges Licht sehen wir als Blau, mittelwelliges als Grün und langwelliges als Rot. Cyan, Gelb und Magenta sind die Grundfarben, aus denen sich alle anderen Farben erzeugen lassen. Weiß setzt sich zu gleichen Anteilen aus Licht dieser drei Farben zusammen. Und wenn keine elektromagnetischen Wellen in unser Auge treffen, dann entsteht die Farbempfindung Schwarz.
Diese fünf verschiedenen Farbempfindungen sind die Eckpfeiler der Farbwahrnehmung, darum nennen wir sie auch Grundfarben.

additive_Farbmischung

Primär-, Sekundär- und Mischfarben

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe.“ 
Walter Gropius (1883-1969), amerikanischer Architekt deutscher Herkunft

Das lernt jedes Kind schon im Kindergarten: Aus Gelb, Rot und Blau kann man fast jede Farbe mischen. Später erfährt es, dass es sich bei dem Rot um ein spezielles Rot handelt, nämlich Magenta und dass diese drei Farben Primärfarben genannt werden. Bringt man zwei Primärfarben zusammen, so entstehen daraus Sekundärfarben. Sie werden häufig im Kreis angeordnet:

Primaer_Sekundaer_Mischfarben

Auch beim Färben können Sie nach den gleichen Prinzipien Mischfarben erzielen. Sie müssen hier nur eine Faustregel beachten: Die neue Farbe muss dunkler sein als die schon auf dem Stoff befindliche. Und bitte bedenken Sie:
Das Ergebnis bleibt immer eine Überraschung. Einen Eindruck vom möglichen Farbergebnis machen Sie sich mit unserem Farbmischer.

Das kleine 1×1 der Farbgestaltung

„In meinen Entwürfen geht es um Farbe. Die Liebe zur Farbe, manchmal sogar zu schreienden Farben.“
Oscar de la Renta, (* 22. Juli 1932), spanischer Modemacher

FarbgestaltungWer Farben sinnvoll einsetzen will, muss sich zunächst überlegen, was er ausdrücken möchte. So arbeiten Maler, Innenarchitekten, Grafiker – und so können Sie  auch beim Färben vorgehen. Als Gestaltungsmittel stehen uns dafür Farbharmonien, Farbkontraste und Farbklänge zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Gestaltung mit Farben eine Geschmacksfrage, für die es keine verbindlichen Regeln gibt.

Warme und kalte Farben

Es gibt Farbtöne, die als kalt oder als warm empfunden werden: Die Farben Gelb, Gelborange, Rotorange und Rot empfinden wir als warme Farben. Ein rot gestrichener Raum wird bis zu 4°C wärmer empfunden als ein blauer Raum. Blau, Grün, Grünblau und Blauviolett erscheinen uns als kalte Farben.

Je ungewöhnlicher, desto auffallender

Je ungewöhnlicher Farbzusammenstellungen sind, desto mehr Interesse finden sie. Farben, die sich im Farbkreis gegenüber liegen, werden als Komplementärfarben bezeichnet. Sie haben den höchsten Kontrast zueinander, steigern sich gegenseitig in der Leuchtkraft und wirken dadurch besonders intensiv.

Die Farbfamilien

Als harmonische Farben empfinden wir Farben, die aus einer „Farbfamilie“ stammen. Die Sekundärfarben sind mit den gemeinsamen „Eltern“ – Primärfarben – verwandt. Es gibt drei Farbfamilien:

Rot – Orange – Grün
Gelb – Grün – Blau
Blau – Violett – Rot

Auch Farben mit nur einem gemeinsamen „Elternteil“ wirken auf uns harmonisch, zum Beispiel Grün und Orange, die beide vom Gelb abstammen.

Welche simplicol-Farbe passt zu meinem Typ?

„Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins.“
Paul Klee (1879-1940), deutsch-schweizerischer Kunstmaler

Farbauswahl ist eine Typfrage

Sie haben schwarzes oder dunkelbraunes Haar, starkes Augenweiß und Ihre Haut bräunt sehr schnell – dann sind Sie bestimmt ein Wintertyp. Und Ihre Freundin? Sie hat gelb-, gold- oder honigblondes Haar, ihre Augen haben einen grünlichen Schimmer und ihr stehen warme, lebhafte, leuchtende und fruchtige Farben besonders gut? Dann ist Ihre Freundin höchstwahrscheinlich ein Frühlingstyp. Zwischen unserem Typ und den Farben, die uns besonders gut stehen, gibt es einen Zusammenhang. Verantwortlich dafür ist die natürliche Pigmentierung unserer Haut und unserer Haare. Farbberater unterscheiden vier Grundtypen: Den Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp. Wenn Sie Ihre Kleidung und Accessoires (Halstücher, Krawatten, Mützen, Schals) passend zu Ihrem Farbtyp einfärben möchten, finden Sie bei uns die passenden Farben.

Merkmale des Frühlingstyps

Haut
Meistens ist die Haut hell, zart, fast blass und transparent, sie kann aber auch einen gelblichen bis zart  goldenen Ton haben. Meist ist der Frühlingstyp sonnenempfindlich, kann aber auch schnell braun werden. Wenn der Frühlingstyp Sommersprossen hat, sind diese meist goldbraun. Frühlingstypen neigen zu  Rötungen und roten Flecken im Gesicht.
Augen
De Frühlingstyp hat eine helle und strahlende Augenfarbe, die Farben sind meist Blau, Grün oder ein  bernsteinfarbiges Braun.
Haare
Häufige Haarfarben beim Frühlingstypen sind Goldblond, Goldbraun, Goldbeige oder Hellrot. Von Natur  aus hat dieser Typ Strähnen in verschiedenen Nuancen im Haar, besonders, wenn das Haar oft der Sonne ausgesetzt ist. Meistens hat der Frühlingstyp feines Haar.
Idealfarben
Warme, klare und helle Farben wie Apricot, Lindgrün, Goldbeige und Zarttürkis unterstreichen die zarten  Eigenschaften dieses Typs, lassen den Teint strahlen und Müdigkeitsfältchen verschwinden.
Problemfarben
Dunkle, schwere Töne wie Schwarz, kühle Intensivtöne wie Pink, Mischfarben wie Oliv oder Pastellfarben  wie Hellblau sind weniger geeignet für den Frühlingstyp. Sie erdrücken den Typ optisch oder lassen ihn  unscheinbarer aussehen.

Die simplicol-Idealfarbtöne für Frühlingstypen

India-Orange 1702 Mango-Orange 1802
Sinnliche Beere 1707 Flieder-Lila 1806
Südsee-Türkis 1711 Karibik-Türkis 1810
Apfel-Grün 1714 Frühlings-Grün 1813

Merkmale des Sommertyps

Haut
Meistens ist die Haut bläulich-kühl und hell manchmal auch rosig. Der Sommertyp bräunt. Wenn der Som  mertyp Sommersprossen hat, sind diese eher grau-aschbraun als goldbraun.
Augen
Die Augenfarbe des Sommertyps ist Blau, Graublau, Graugrün oder meistens eine Mischung aus allem. Die  Augen wirken leicht verhangen, kein klares Augenweiß mit wenig Kontrast zur Iris. Die Augenfarbe wirkt je  nach Lichteinfall sehr verschieden. Seltener gibt es braunäugige Sommertypen.
Haare
Typisch für den Sommertypen sind Aschtöne: Aschblond, Aschbraun oder Silber-, Platinblond. Goldblond  kommt nicht vor, das Haar hat keine goldenen Reflexe, sondern ist matt oder hat eher einen silbrigen  Schimmer.
Idealfarben
Kühle, gedämpfte Nuancen wie rauchiges Blau, Jeansblau, Mauve, Himbeerrot, Flieder, Rosa sowie pudrig-kühle Pastellfarben und Brauntöne, die ins Rosé nicht ins Gelbliche gehen, eignen sich gut für den  Sommertypen. Diese Farben lassen das Gesicht frischer aussehen und harmonieren perfekt mit Haut und  Haaren.
Problemfarben
Grelle und intensive Farben wie Giftgrün und Knallblau, gelbstichige Nuancen wie Lachs und Orange, gelbliche Beigetöne, Schwarz und reines Weiß sind für den Sommertypen weniger geeignet, sie lassen ihn fad und müde aussehen.

Die simplicol-Idealfarbtöne für Sommertypen

Mais-Gelb 1701 Sonnen-Gelb 1801
Schilf-Grün 1715 Safari-Khaki 1815
Delfin-Grau 1717 Elegantes Grau 1817
Marine-Blau 1708 Nacht-Blau 1808
Enzian-Blau 1709 Royal-Blau 1809
Azur-Blau1710
Flieder-Lila 1707 Lavendel-Lila 1807
Brombeer-Rot 1706 Sinnliche Beere 1806
Kirsch-Rot 1704 Rubin-Rot 1804

Merkmale des Herbsttyps

Haut
Die Haut des Herbsttyps hat meistens einen gelblich-goldenen, warmen Unterton. Der Teint erscheint je  nach Veranlagung blass durchsichtig (manchmal mit leicht rötlichen Sommersprossen) oder mit einer  zarten Champagnertönung. Alternativ ist die Haut des Herbsttyps kräftig Golden, Beige oder Pfirsich.
Augen
Beim Herbsttyp sind die Augen häufig besonders beeindruckend, da sie immer sehr intensiv aussehen,  manchmal glasklar oder fast glühend. Häufige Augenfarben sind Hellblau, Braun (Bernstein oder intensives Dunkelbraun) und Grün, Stahlblau kommt selten vor. Typisch für viele Herbsttypen ist auch eine  gefleckte Iris mit goldenen Strahlen.
Haare
Die charakteristischste Haarfarbe des Herbsttyps ist Rot – von Karottenrot über Kupferrot bis hin zu Kastanienbraun. Es gibt auch Herbsttypen, die mittelblonde oder dunkelblonde bis braune Haare haben, nie  aber fehlen die goldenen manchmal auch leicht rötlichen Glanzlichter. Wie der Teint hat auch das Haar  immer einen warmen Schimmer.
Idealfarben
Alle Herbstfarben der Natur, die warm, erdig und golden leuchten, sind geeignet für diesen Typ. Sie  harmonieren mit Haut und Haar und lassen den Teint aufleben. Dazu gehören Terrakotta und Rost, Oran gerot, Gelbgrün, Moosgrün und alle warmen Braun- und Beigetöne zwischen Kastanie, Mahagoni, Bronze  und Camel. Der Herbsttyp ist der einzige, der auch gedämpfte Mischfarben wie Khaki und Curry tragen kann.
Problemfarben
Kalte, grelle Nuancen wie Pink und Zitronengelb, kühle Blautöne wie Marineblau und Schwarz. Mit diesen  Farben sehen Herbsttypen oft kränklich aus, die Haut wirkt weniger ebenmäßig, Augenschatten und Fältchen werden betont.

Die simplicol-Idealfarbtöne für Herbsttypen

Mais-Gelb 1701 Sonnen-Gelb 1801
India-Orange 1702 Mango-Orange 1802
Tiefsee-Grün 1712 Opal-Petrol 1811
Efeu-Grün 1713 Wald-Grün 1812
Oliv-Grün1814
Schilf-Grün 1715 Safari-Khaki 1815
Nuss-Braun 1716 Espresso-Braun 1816
Kirsch-Rot 1704 Rubin-Rot 1804

Merkmale des Wintertyps

Haut
Die Haut des Wintertyps ist meist bläulich-kühl, porzellanartig und bräunt schlecht. Alternativ sieht sie  leicht olivfarben aus und wird schnell braun. Der Wintertyp hat selten Sommersprossen, die eher grau  wirken.
Augen
Die Augenfarbe des Wintertyps ist immer kühl, es kommen intensive Farben wie Blau, Dunkelbraun, Grün  oder Grau vor. Die Farben heben sich kontrastreich vom Augenweiß ab. Haare Typisch für Wintertypen sind dunkle Farben wie Braun (aschig), Schwarz und Blauschwarz. Möglich sind  aber auch ein kühles Blond wie z.B. Platinblond.
Idealfarben
Für den Wintertyp sind klare, kühle und kräftige Farben wie Royalblau, Fuchsia, Pink, Scharlachrot, Kirsch rot, Flaschengrün, Schwarz, Weiß und kräftiges Zitronengelb geeignet.
Problemfarben
Alle verwaschenen Pastelltöne, Braun-Beige-Töne und warme Farben passen weniger zum Wintertyp.

Die simplicol-Idealfarbtöne für Wintertypen

Mais-Gelb 1701 Sonnen-Gelb 1801
Azur-Blau 1710 Karibik-Türkis 1810
Südsee-Türkis 1711
Tiefsee-Grün 1712 Opal-Petrol 1811
Efeu-Grün 1713 Wald-Grün 1812
Marine-Blau 1708 Nacht-Blau 1808
Flieder-Lila 1707 Lavendel-Lila 1807
Mohn-Rot 1703 Rosen-Rot 1803
Kirsch-Rot 1704 Rubin-Rot 1804
Fuchsia-Pink 1705 Fröhliches Pink 1805
Delfin-Grau 1717 Elegantes Grau 1817
Nuss-Braun 1716 Espresso-Braun 1816
Mitternacht-Schwarz 1718 Samt-Schwarz 1818

Die Farben des Regenbogens

„Sieh den Regenbogen! Nur wenn der Himmel weint, erblickst Du die Farben im Licht.“
Tào-Shan

Von Sonne und Regen gemalt

Regenbogen entstehen durch die Reflexion der Sonne durch Milliarden von Feuchtigkeitströpfchen in der Luft: Wenn weißes Licht auf einen Regentropfen in der Luft trifft, reflektiert dieser das Licht an seiner Oberfläche. Es spaltet sich auf in unterschiedliche Wellenlängen, die wir als Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett erkennen.

Farben_RegenbogenKinder lieben diese leuchtenden Regenbogenfarben. Heute wissen wir, dass starke Farben sich positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Machen Sie Ihren Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen eine Freude: setzen Sie mit simplicol Farben schnell und unkompliziert fröhlich-bunte Akzente.

Das Leben ist bunt (oder schwarz)

Kürzlich beim „Frühlingsausmisten“ meines Kleiderschranks fiel „sie“ mir wieder in die Hände – eine Stretch-Cordhose mit Schlag in BEIGE! Ich betone aufgrund der Dramatik noch einmal – BEIGE! Warum ich mir dieses Teil vor ein paar Jahren gekauft habe, ist mir schleierhaft – erstens ist BEIGE im Grunde überhaupt keine Farbe und man sieht sofort jeden kleinsten Schmuddelfleck – und zweitens betont beiges Stretch meine Problemzonen im Oberschenkelbereich ganz vorzüglich – falls jemand noch nicht bemerkt hat, dass ich zu einem leichten Reiterhosen-Syndrom neige, kann ich diesen Makel durch beigen Stretch hervorragend betonen! Klasse! Und aus vorhin genannten Gründen dümpelte besagtes Beinkleid seit Jahren ungeliebt und ungetragen in den Tiefen meines Kleiderschranks, nur allein durch seine Neuwertigkeit vor dem Altkleider-Sack gerettet…..und nun beim besagten Sortieren meines Kleiderschrank-Inhalts in die drei Kategorien „Super-Klamotte“ / „Naja, noch irgendwie ausbaufähig“ / „Um GOTTES Willen, wech damit!“ hielt ich diese Cordhose wieder einmal ratlos in den Händen. Meine Hand zuckte schon Richtung „Um GOTTES Willen, wech damit!“, als mir auf einmal ein altes Relikt meiner Jugend in den Sinn kam – „simplicol Textil Echtfarbe“ aus dem Hause Brauns-Heitmann.

Mit dieser Textil Echtfarbe ist es möglich, nahezu alle Textilien kinderleicht in der Waschmaschine um- oder einzufärben. Meine Frau Mama wird sich sicher noch leidvoll an diese Farbe erinnern können, denn in meiner frühen Teenie-Zeit färbte ich im Batik-Fieber alles ein, was nicht niet- und nagelfest war – das schicke Sonntags-Leibchen wurde gnadenlos lila-blau-gelb koloriert und später, als ich nur noch und ausschließlich in Schwarz gewandet herumlief, fiel dieser Textilfarbe nahezu jedes gutgemeinte Geschenk von Oma, Tante oder Muttern zum Opfer….hach, ein niedliches rosa Jäckchen, „damit datt Kind mal watt Vernünftiges zum Anziehen hat“…..simplicol gekauft, ab inne Maschine, und das Geschenk erstrahlte in Tiefschwarz! Ich fand simplicol einfach GEIL….meine Mama wohl eher weniger!

Diese Textilfarbe erhält man in vielen verschiedenen Farben in Drogerien oder größeren Kaufhäusern, es gibt drei verschiedene Sorten – flüssige Farbe für 60/95°C-Textilien, 30/40°C-Textilien und ein Pulver für Wolle, Seide und Polyamid. Man kann sowohl in der Waschmaschine als auch in einer Schüssel färben (Mama LIEBTE es, wenn ich ihre Tupper-Schüsseln zum Batiken missbrauchte). Nachdem ich mit dem Batiken abgeschlossen hatte, bevorzugte ich das Färben in der Waschmaschine, weil’s sauberer vonstattengeht und einfach praktischer ist. Mit einer Packung kann man – je nach gewünschter Farbintensität – zwischen 300 g und 1.800 g Stoff GARANTIERT waschecht einfärben.

Ich entschied mich, meine ungeliebte, Reiterhosen betonende, beige Stretch-Cordhose mit einer Packung flüssiger Farbe für 30°C/40°C-Textilien in dem Farbton „Flaschengrün“ einzufärben und erstand selbige bei Schlecker zum Preis von 4,39 €. In der Packung sind 100 ml Farbe in einem kleinen Plastik-Fläschchen und 500 g so genanntes „Echtfixgranulat“…ein weißes, salzähnliches Zeuch, das die Farbe fixiert. Zusätzlich benötigt man für einen Färbevorgang noch 500 g normales Salz.

Der zu färbende Stoff muss sauber und fleckfrei sein und sollte gleichmäßig angefeuchtet werden – um das zu gewährleisten, wusch ich die Bux einmal ohne Zugabe von Weichspüler in der Maschine. Nun verteilt man das gesamte Päckchen „Echtfix“ (nicht einatmen, das Zeug ist REIZEND!) auf dem Kleidungsstück in der Trommel und gibt das Salz dazu – wenn man allerdings mehr als eine Packung Farbe nimmt, benötigt man kein Salz, weil die große Menge Echtfix-Gedöns das Salz ersetzt, jawohl!

Jetzt stellt man die Waschmaschine brav auf 30°C oder 40°C, je nachdem welche Temperatur der Stoff verträgt, und startet das Waschprogramm OHNE VORWÄSCHE. Nach dem Wasserzulauf kippt man die Flüssigfarbe über das Waschmittelfach in die Maschine und spült einen Liter Wasser nach. So weit, so gut – ab jetzt hat man den Färbevorgang nicht mehr in der Hand, das erledigt die Maschine! Toll, woll? Wenn der Wasch- bzw. in diesem Fall FÄRBEVORGANG abgeschlossen ist, wäscht man den gefärbten Krempel noch einmal ohne Waschmittel, um überschüssige Farbe zu entfernen.

Und das Ergebnis?! Eine Cordhose mit Schlag in einem schönen, gleichmäßigen, dunklen Flaschengrün, ganz wie gewünscht – der Altkleidersack kann warten. JETZT zieh‘ ich die Bux endlich mal an!

Man sollte die frisch gefärbten Klamotten die nächsten drei Male noch separat waschen, weil immer noch Farbreste drinhängen können, die die andere Wäsche mit hübschen FARBECHTEN Klecksen verzieren können, und das sieht selten richtig lecker aus!

Was vielleicht beim Färben noch zu beachten wäre – Polyester oder Polyacryl wird mit dieser Flüssigfarbe NICHT eingefärbt, das heißt, Nähte, Stickereien oder ähnliches bleibt in der Originalfarbe – KANN ganz hübsch aussehen, MUSS aber nicht! (Meine mamageschenkte rosa Bluse hatte nach dem Schwarzfärben immer noch rosa Nähte….nicht wirklich schön und auch nicht wirklich in meinem Sinne!) Wenn man eine Jeans einfärbt, verliert sie den typischen „Jeans-Charakter“ (ausgebleichte Nähte etc.) und bekommt eine einheitliche Farbe – KANN hübsch aussehen, MUSS aber nicht!

Prinzipiell ist die Textil Echtfarbe von simplicol auch nicht so ganz öko-jutesack-gesund, deswegen sollte man beim Färben in der Schüssel Handschuhe tragen und halt eben das Echtfixgranulat nicht einatmen oder verschlucken….die Farbe übrigens auch nicht, höhö!

simplicol-Farben kann man übrigens auch untereinander mischen, das KANN lustige neue Farbtöne ergeben….MUSS aber nicht – man sollte sich schon mit der Farblehre auskennen, denn GRÜN und BLAU wird nicht wirklich schön……

Obwohl sich’s eigentlich von selbst versteht, möchte ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen, dass man logischerweise keine DUNKLEN Sachen HELLER färben kann….ist klar, oder? Und wenn man die Klamotte einfärben will, weil ein absolut unkaputtbarer Fleck den Bauch ziert, sollte die Farbe auch schon einiges dunkler gewählt werden….einen Rotweinfleck auf einem weißen Shirt wird man auch noch sehen, wenn besagtes Shirt zartgelb eingefärbt wurde…aber was sag‘ ich – DENKEN könnt Ihr ja selber, oder?!

Ansonsten – gibt’s nichts weiter zu sagen, simplicol färbt farbecht und gleichmäßig, die ganze Sache ist supereasy und praktisch und Kinder – wenn die Omma euch wieder ein pastelliges Jäckchen andrehen will – GREIFT zu! Schwarzfärben kann man’s immer noch!