Das Orignal. Markenqualität seit 1874

Die Welt wird bunter! Den Grundstein dafür legt der britische Chemiker William Henry Perkin. Er entwickelt eine Methode zur synthetischen Herstellung der sogenannten Anilinfarben. Im Vergleich zu den bisher benutzten Naturfarben lassen sich nun viel mehr Farbtöne herstellen, die zudem brillanter und haltbarer sind.

1856

Der Apotheker Wilhelm Brauns beginnt, Stofffarben für die Hausfärberei herzustellen. Die Kundinnen sind begeistert – seine Textilfarben finden reißenden Absatz. Deshalb beschließt er bereits Ende der 1870er Jahre, sich ganz den Farben zu widmen.

Er nimmt Abschied von der Apotheke in Brome, heute zählt der Ort zum Landkreis Gifhorn, und verlegt seinen Wohnsitz nach Quedlinburg. Dort baut er mit seinem späteren Teilhaber Dr. Josef Weller eine Anilinfarben-Fabrik auf.

1874

Gemeinsam mit seinem Bruder Nikolaus gründet Fritz Heitmann 1884 das Unternehmen „Gebr. Heitmann, Köln, Fabrik giftfreier Farben", wie es höchst amtlich heißt. Von Anfang an konzentrieren sich die Brüder Heitmann auf den Markt der Hausfärberei.

„Die bewährten Heitmann-Farben für den Hausgebrauch geben jeder Frau die Möglichkeit, für wenig Geld Kleider, Stoffe, Wäsche, kurz alle Textilien, die im Haushalt Verwendung finden, aufzufrischen und den Erfordernissen der Mode und des Geschmacks anzupassen“, heißt es in der Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Bestehen 1934.

1884

Um seinen Qualitätsanspruch zu unterstreichen, führt Heitmann 1924 die Marke simplicol für seine Textilfarbe ein.

Im Namen schwingt mit, was für die sogenannte Hausfärberei zu damaliger Zeit nicht selbstverständlich war: einfaches Färben (lat. simplex: einfach + lat. color: Farbe). Diesem Prinzip ist simplicol bis heute treu geblieben.

1924

Brauns etabliert die Marke „Citocol“ für seine Textilfarben.

Welchen Stellenwert die Hausfärberei zu dieser Zeit hat, zeigt die Spannbreite des Sortiments von Brauns und Heitmann: Lederfarben, Stofffarben, Creme-Farbe für Gardinen, Spitzen und Vorhänge, feinstes Kaiser Waschblau oder Aufbürstfarben zählen dazu.

1933

Die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg sind für Brauns und Heitmann schwierig. 1969 fusionieren die beiden Unternehmen – und das Konzept geht auf. Nach einer kurzen Übergangszeit werden alle Textilfarben des Unternehmens unter der Marke simplicol zusammengefasst.

1969

Revolution! simplicol bringt die weltweit erste kochfeste Textilechtfarbe zur Anwendung in der Waschmaschine auf den Markt.

Damit wird das Färben so einfach wie Wäschewaschen. Und da die gefärbte Kleidung waschecht ist, entfällt auch das separate Waschen.

1977

Textilfarbe geht mit der Mode. simplicol geht mit. Zum Beispiel mit der simplicol Plus Serie für Drogerien. Sie bietet den Kundinnen eine riesige Farbauswahl. Wie es sich für die Achtziger gehört, durchaus mit lauten Tönen: Smaragdgrün, Zyklamrot, Fuchsia, Strohgelb oder Mint waren die Trendfarben.

Zum Vergleich: Ein halbes Jahrhundert davor hießen die angesagten Farben Reseda (ein lichtes Grün), Heliotrop (ein helles Lila), Pfauenblau und Chamois (was eigentlich gämsfarben bedeutet).

1983

„Nicht käuflich“: unter diesem Motto wirbt eine groß angelegte Werbekampagne für die simplicol Textilfarben. Sie zeigt, wie einfach man sich kreative Einzelstücke färben kann.

1994

Die flüssigen simplicol Echt-Kaltfarben werden eingeführt. Sie färben Textilien bereits bei 30°. Sie ergänzen die simplicol Echtfarben, die damals noch eine Färbetemperatur von 60° verlangten.

1997

Zur farbigen Rettung vergrauter Dessous gab es die simplicol Dessousfarben. Sie wurden speziell zum Färben der anspruchsvollen Synthetikmischgewebe von Dessous entwickelt.

2010

Daumen hoch für die Facebookseite von simplicol. Seit 2011 finden Sie hier Inspirationen und handfeste Tipps zum Färben und für Kreativtechniken. Schauen Sie mal rein!

2011

simplicol geht in die Farboffensive. Zum 140-jährigen Bestehen des Unternehmens wird die Farbpalette der Textilfarben harmonisiert und ergänzt.

Neu in die simplicol-Familie aufgenommen wird der Fixierer für Textilfarben. Er macht die Textilfarbe waschecht bis 40° und steigert die Farbbrillanz.

Wie einfach und kreativ das Färben mit simplicol ist, zeigt auch das neue Ideenbuch. Es inspiriert, gibt Tipps und erklärt Schritt für Schritt verschiedene Kreativtechniken.

2014

Innovation! Das Original startet mit einem frischen Auftritt, einer neuen Internetseite und drei starken Farbserien durch.

Die neue simplicol Textilfarbe intensiv ist die erste flüssige All-in-Textilfarbe für die Waschmaschine. Sie färbt besonders gleichmäßig und rückstandsfrei. Für kreatives, einfaches Färben gibt es die Textilfarbe expert. Sie färbt auch Wolle und Seide. Mit Back-to-Black und Back-to Blue wirkt schwarze und blaue Kleidung wieder wie neu.

2016